Wer
vor dem Massentourimus fliehen
und ursprüngliche, historisch interessante Exkursionen machen möchte,
muß ins Eratal kommen.
Die Talebene, wie auch der
gleichnamige Fluß ziehen sich, beginnend am Hangende des Volterraner
Hügels bis zur Stadt Pontedera, hin. Dem Besucher bieten sich
eindrucksvolle Routen, in denen Geschichte und Atmosphäre mit
außergewöhnlicher ambientalistischer und künstlerischer Schönheit
verschmelzen. Das Territorium, und in dessen Zentrum die Handelsstraßen
zwischen Volterra und Pisa, wurden von der Evolution der Geschichte
geprägt. Peccioli und Palaia waren von einem Stadtmauerring mit Festung
umgeben, Capannoli verfügte über eine befestigte Burg und in der Nähe
von Lajatico kann man die Überreste der Pietracassia-Burg finden.
Es
sind auch heute immer noch bemerkenswerte Zeugnisse von antiker
Pracht, sowie von blutigen Auseinandersetzungen und großen
Tragödien überliefert. Im Eratal sind außerdem alte, vornehme
Villen, die Landsitze wichtiger florentiner und pisaner Familien
waren, erhalten. Diese Prachtstücke, die ohne Zweifel großen
architektonischen Geschmack beweisen, heben zusammen mit den
Gemeinden, den Oratorien und den Überresten der Vergangenheit
die Einzigartigkeit dieser Landschaft hervor. Auf den Feldern
wird Weizen, in den Ebenen vorallem Obstbäume und auf den Hügeln
Oliven und Wein angebaut. Was aber am meisten beeindruckt ist
das Grau und Ocker der Häuser, die sich verstreut auf den Hügeln
befinden und über den Fluß wachen. Zwischen ihnen bildet sich ab
und zu die Silhouette eines Kirchturmes ab. Er erhebt sich im
Blau des Himmels und scheint den Vorbeiziehenden einzuladen, die
Geschichte, die Kultur, die Traditionen und die Mühen der Bauern
kennenzulernen. |